Gebt Tierheimhunden ein Zuhause

MALA erzählt (21): Licht und Schatten

Hallo liebe Leute,

jetzt ist unser „Neue“, der LUCA, ja schon ein paar Wochen in unserer Familie. Und ich muss sagen: naaa,jaaa…! Irgendwie ist seither schon vieles anders.

So gehen zum Beispiel jetzt immer Frauchen mit uns Mädels und Herrchen mit LUCA zum Reviergang aus. Wir alle zusammen wurde dann doch leicht hektisch, weil dieser aufgedrehte LUCA immer alles auf einmal wollte: ganz vorne gehen, bei Herrchen gehen und uns Mädels und Frauchen immer im Auge haben, dabei auch noch ein wenig kreiseln und den Rehen hinterher stürmen… Mann oh Mann!!!

Da wurde es nix aus unseren gemütlichen Spaziergängen und Gina und ich waren total genervt. Und völlig aus dem Ruder lief die Geschichte, falls uns auch mal andere Hunde begegneten. Gina ist da ja auch einem kleinen Geplänkel nicht abgeneigt, aber LUCA gebärdet sich da echt wie ein Berserker. Da hatte Herrchen ständig alle Hände voll zu tun LUCA irgendwie gebändigt zu bekommen und Frauchen musste ständig beschwörend-lockend auf uns einreden, dass wir überhaupt noch mitgekommen sind.

 Kurz und gut, seit dem wir sozusagen als Frauen- bzw. Männergruppe unterwegs sind, ist der Frieden wieder hergestellt und die Spaziergänge bieten wieder die Lebensqualität, die sich jede/r so wünscht. Unsere Damenausflüge sind eher bedächtige Schnuffel-Runden mit Imbisspausen und Herrchen und LUCA gehen sozusagen Marathon oder sind mit dem Fahrrad unterwegs.

So hat erstmal jede und jeder was er braucht und wie sich das Ganze entwickelt warten wir einfach mal ab.

Im Haus ist es mit LUCA eigentlich gar nicht so schwierig auszuhalten. Erfreulicherweise nimmt er sich ja dann doch hin-und-wieder an Gina und mir ein Beispiel und legt Entspannungs- und Ruhephasen ein.

Zumindest solange wie dann kein Zweibein reinkommt und er sich entweder lautstark-heftig-stürmisch freut oder eben ähnlich lautstark-heftig-stürmisch im Zweifel ist, ob ein ihm fremdes Zweibein denn jetzt überhaupt hier rein darf…. Das ist dann wieder der Fall, wo es gut ist, dass Herrchen und/ oder Frauchen LUCA die Welt in der wir leben erklären und ihm (um ehrlich zu sein bislang mehr oder weniger erfolgreich) zu sagen, was denn jetzt von ihm erwartet wird und wie es richtig ist.

Völlig happy ist LUCA aber nach wie vor, wenn es Futterzeit ist und er führt schon lange vor der Essenszeit lebhafte Freudentänze auf, wenn sich einer von den Zweibeinern nur annähernd in die Richtung Küche bewegt. Und.. LUCA hat einem Extra-Speisezimmer. Anders als bei Gina und mir, liegt für ihn nämlich nur ein ganz kleines Häppchen im Fressnapf und im Raum sind wohl immer schwierigere Versteckdinge. Dort fahndet LUCA dann akribisch nach Futterbröckchen, packt Schachteln aus, rollert Bälle rum, wirft mit dem Kong…. So dauern die Essenszeiten für ihn auch schon mal eine halbe Stunde. Findet er aber gar nicht schlimm, sondern er hat scheinbar echt Spaß daran.

Überhaupt hat LUCA ganz oft einfach gute Laune und wenn Herrchen oder Frauchen ihn streicheln, mit ihm spielen oder mit ihm ausgehen, dann ist er der glücklichste Hund der Welt.

Dass er seine Freude häufig dabei so überschwänglich und irgendwie überengagiert zeigt… Gina und ich sind der Meinung, dass er da noch dazu lernen kann.Wir setzten da ja doch sehr auf Herrchen und Frauchen, dass diese LUCA das Alles schon noch richtig beibringen können.

Wir Mädchen halten uns da nach wie vor raus, außer dass wir mit gutem Beispiel vorangehen und LUCA einfach zeigen, wie`s geht. Er braucht einfach noch Zeit, Erfahrung und Übung im Umgang mit Zwei- und Vierbeinern. Und das können Gina und ich ruhig zum Beispiel von unserem Körbchen aus abwarten:

Viele Grüße

Eure MALA